Die kurze Antwort:
TLDR; Unsere BDSM Neigung kommt aus der Summe unserer (auch frühesten) Erfahrungen. 
Die Lange: 
Die Forschung streitet sich glaube ich nach wie vor (mein Studium ist etwas her), wie VIEL wir Menschen vorher wissen, bevor wir geboren werden. Ob wir wirklich "Tabula rasa" leer und instinktlos sind oder sogar genetische Schalter die Kindheitserfahung unserer Eltern mitbringen. Ich fürchte, die Antwort ist darauf eindeutig - JA.
Ich weiss nur: In der Schwangerschaft und den ersten Lebensjahren wird unser Wesen ganz massiv geprägt und unser restliches Leben vorprägt.
* Meine Nichte hatte ihren Charakter schon mit 8 Monaten und hat ihren Kopf schon damals so durchgesetzt (bzw. es versucht), wie heute mit 17 für ihr Moped.
* Meine eigene Neigung kann ich schon in Fantasien aus der 1./2. Klasse finden.
* Auch das berühmte "Urvertrauen" wird in den ersten Lebenswochen und Monaten gesetzt. Adoptivkinder, die erst mit 12 Monaten in "ihre" Familien kommen, haben oft schon ihren Knacks fürs Leben weg - wenn ich einer befreundeten Sozialpädagogin glauben darf. 
Vermutlich wird also auch unser BDSM Interesse bereits hier grundlegend geprägt, genau wie unser Bedürfnis nach Liebe und Nähe.
Liebe, genau - damit hängt doch alle zusammen !?
Nein - das ist ein anderes Thema. Unser Konzept der Liebe wurde (meiner Ansicht und Schulbildung nach) geprägt durch die verklärende Entwicklung der romantischen Literatur im Bürgertum im 17. und 18. Jhdt. Ärmere Stände konnten sich Liebe meist nicht leisten und die Aristokratie und Wohlhabenden der Wirtschaft hat Liebe und Partnerschaft und Sexualität sowieso schon lange voneinander getrennt. Aber dazu an anderer Stelle mehr. 
Aber wo kommt es her ?
Interessant ist hierfür die Bedürfnispyramide von Maslow (https://de.wikipedia.org/wiki/Maslowsche_Bed%C3%BCrfnishierarchie). Sie ist nicht der Weisheit letzter Schluss und wurde viel weiterentwickelt und diskutiert - was ich so lese, ist aber als allgemeine Grundlagenidee ganz eingängig. Danach sucht der Mensch erst mal nach grundlegenden Faktoren wie Essen und körperlichem, danach nach Sicherheit. Erst danach kommen Liebe, Moral, Träume und Selbstverwirklichung. Im Großen und Ganzen trifft es uns Menschen ganz gut, denke ich (wenn man mal von Sondervarianten wie dem "hungernden Künstler" absieht, der lieber hungert als seine Kunst zu verraten)
Maslovs Beduerfnishierarchie Pyramide (Quelle : PNG by Philipp Guttmann, SVG by Jüppsche)
BDSM und Bedürfnisse
Wenn wir uns die Faktoren anschauen, die uns im BDSM faszinieren und beschäftigen - Kontrolle - Macht - Gehorsam - Führung - Ohnmacht - Ausweglosigkeit - Stuktur - Hierarchie .... sind dies alles Punkte, dich ich unter Sicherheit subsummieren würde. 
Manche Punkte passen auf den ersten Blick nicht dazu. Aber wenn wir sie uns anschauen, können wir wohl Vieles auch auf die eben genannten - z.B. Macht - zurückführen. Beispielsweise das das Begehrtwerden ("Er begehrt mich so sehr - er wirft seine gute Erziehung über Bord und NIMMT/QUÄLT/BEHERRSCHT mich") Das ist meist kombiniert mit einer Führungspositon ("Ich muss zu IHM aufschauen können, respektieren, achten").
Letzendlich also damit, das jemand, der MACHT hat, jemand Anderen "für sich" beansprucht -> Sicherheit.
Ein Satz, den wir überall von Submissiven Menschen zu hören bekommen (und auch genug Anderen) ist : "Ich habe meinen Platz gefunden, wo ich hingehöre - hier bin ich ich und fühle mich angenommen. Hier habe ich eine Aufgabe, die mich ausfüllt."
Ja, da kommt oft noch "und geliebt" dazu - aber eben nicht nur "geliebt". Sicherheit ist auch in dieser Aussage ein essentieller Teil. 
Was heisst das nun? 
Langer Vorrede einfacher Sinn: Ob nun aus Vergnügen oder aus tieferer Sinnsuche heraus - im BDSM finden wir oft die Stabilität und den Rahmen, in dem wir uns austoben und wohlfühlen können. Gleichzeitig "sicher genug", nur wir selbst zu sein und schön schaurig unsicher - mit der Erlösung nicht weit.
Die Erfahrungen, die wir (bereits in frühester Kindheit) dazu machen , "wo unser Platz ist" und was zählt, um an einem Platz akzeptiert zu werden, hinterlassen auch ihre Spuren darin, WAS wir in einem Partner suchen und was uns antreibt.